Engagement für die Umwelt

Die Bedag engagiert sich im Rahmen der Unternehmensführung mit dem energieschonenden Betrieb ihrer Anlagen und bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen für die Umwelt

Kühlverfahren/Wärmerückgewinnung

Mit der im Rechenzentrum der Bedag erzeugten Abwärme werden die beiden Produktionsstandorte an der Engehaldenstrasse in Bern sowie vier Gebäude der benachbarten Universität Bern (Areal des alten Tierspitals) geheizt. Jährlich kann mit dieser Wärmerückgewinnung Heizenergie im Umfang von über 1'260'000 kWh eingespart werden. Dies entspricht dem Energieäquivalent von 126'000 Litern Heizöl.

Der Standort des Rechenzentrums am Aarehang ermöglicht zudem ein energieeffizientes Kühlverfahren, indem die Rückkühlung des Abwärmesystems mit Aarewasser erfolgt.

Notstromversorgung

Die Bedag modernisierte 2011 ihre unterbruchsfreie Stromversorgung (USV). Neben der bestehenden batterieunterstützten Anlage stellt neu eine dynamische USV dank der Bewegungsenergie rotierender Schwungmassen die unterbruchslose Energiezufuhr sicher. Damit wurde gleichzeitig der Wirkungsgrad der USV-Infrastruktur von 85–90 auf 95–98 Prozent gesteigert. Die zusätzliche Anlage ist nicht nur wirtschaftlicher als Systeme mit Batterien, sondern bietet auch eine höhere Sicherheit.

Neu wurden auch zwei zusätzliche moderne Notstromdieselaggregate mit je 1850 kVA Leistung installiert. Schon diese Aggregate allein garantierten vollständige Redundanz im Rechenzentrum der Bedag. Zusammen mit den zwei bisherigen Notstromdieseln kann die Bedag nun jedoch auch während der Wartung der USV-Anlage vollständige Redundanz gewährleisten. Nicht zuletzt schützt die Bedag durch den parallelen Betrieb der bisher eingesetzten und der neuen Anlagen auch früher getätigte Investitionen.

Kältemaschinen

In den Jahren 2010 bis 2012 ersetzte die Bedag sukzessive ihre vier Kältemaschinen durch leistungsfähigere Neugeräte. Seit 26 Jahren in Betrieb, haben die Kühlmaschinen das Ende ihres Lifecycle erreicht. Im Gegensatz zu den bisherigen Kolbenmaschinen können die neuen Geräte ihre Kühlleistung von je 470 Kilowatt stufenlos erhöhen. Ausserdem arbeiten sie besonders im wichtigen Teillastbetrieb deutlich effizienter. Durch diese neuen Kühlmaschinen wird nicht nur der Wirkungsgrad des Rechenzentrums in Bern verbessert, sondern gleichzeitig effizientes Free Cooling mit Wasser betrieben.

Sehr gutes Effizienzverhältnis und CO2-neutral

Die in den letzten Jahren getätigten umfangreichen Investitionen zur Erneuerung der Rechenzentrumsinfrastruktur führten zu einer Verbesserung der Energieeffizienz und zu signifikanten Energieeinsparungen. Dies zeigt sich auch am deutlich verbesserten PUE-Wert (Power Usage Effectiveness): Lag dieser im Jahr 2006 noch bei 1.7, beträgt er heute gute 1.4. Dieser PUE-Wert ist eine quantitative Grösse, welche das Verhältnis zwischen dem gesamten Stromverbrauch eines Rechenzentrums sowie dem Stromverbrauch der eigentlichen IT-Geräte beziffert.

Es wird geschätzt, dass weltweit rund 1–2 Prozent aller CO2-Emmissionen auf den Betrieb von IT-Systemen (Rechenzentren, Internet etc.) zurückzuführen sind. Dies entspricht den gesamten CO2-Emissionen des globalen Flugverkehrs. Um ihr eigenes CO2-Emmissionsvolumen zu reduzieren, betreibt die Bedag ihr Rechenzentrum in Bern seit 2013 vollständig mit Strom aus nachhaltiger und erneuerbarer Produktion (Naturstrom). Dieser ökologisch unbedenkliche Strom wird vorwiegend in der Schweiz produziert. Er ist CO2-neutral und wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien (98 Prozent Wasserenergie und 2 Prozent Biomasse) gewonnen.

Öko-Kriterien bei Beschaffung von Hardware

Bei der Beschaffung von Standard-Hardware für die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beachtet die Bedag bei der Evaluation der Produkte auch die Öko-Rankings von Greenpeace. Das Ranking orientiert sich an Faktoren wie Verwendung umweltfreundlicher Stoffe und Vorhandensein eines weltweiten Recycling-Systems.