Die Bedag sorgt für technisch reibungslose Grossrats- und Regierungsratswahlen

Datum
30.03.2026

Die Grossrats- und Regierungsratswahlen im Kanton Bern sind am letzten Wochenende erfolgreich und ohne Zwischenfälle durchgeführt worden. Insgesamt wurden 160 Grossrätinnen und Grossräte sowie 7 Regierungsrätinnen und Regierungsräte für die kommende Legislatur gewählt. Für den Grossen Rat kandidierten 2261 Personen, für den Regierungsrat 16. Um die Resultate rasch, korrekt und medienbruchfrei publizieren zu können, leistete auch die Bedag einen zentralen Beitrag: Bereits zum dritten Mal kam der Wahl- und Abstimmungsservice BEWAS an kantonalen Wahlen zum Einsatz – erneut mit einem stabilen und störungsfreien Betrieb.

Ein Wahltag bedeutet hohe technische Anforderungen, enge Zeitfenster und grosse öffentliche Aufmerksamkeit. Entsprechend umfangreich waren die Vorbereitungsarbeiten. Schon mehrere Monate vor dem Wahlsonntag wurden Kandidatenlisten erfasst und durch die Staatskanzlei inklusive Duplikationsprüfung validiert. Parallel dazu wurde die Benutzerliste mit den Rollen – Kandidatenerfassung, Gemeinden und Regierungsstatthalterämter – aktualisiert. Die verifizierten Wahldaten wurden anschliessend an die Druckerei sowie an die Gemeindelösungen exportiert.

Intensive Testphase vor den Wahlen
Gleichzeitig erfolgte die Aktualisierung sämtlicher BEWAS-Komponenten inklusive Schnittstellenprüfung. Während rund zwei Wochen wurden umfassende Erfassungstests mit den Gemeinden durchgeführt, inklusive Kumulierung und Sitzverteilungssimulationen. So sollte sichergestellt werden, dass der gesamte Prozess am Wahltag automatisiert, nachvollziehbar und robust abläuft. Klare Prüfpunkte und Freigaben waren systemisch verankert, sodass ungültige oder unplausible Daten frühzeitig erkannt worden wären.

Technischer Exkurs – Architektur von BEWAS

  1. Die an einem Urnengang beteiligten Gemeindemitarbeitenden erfassen die Resultate über eine Applikation mit Web-Frontend
  2. Die Businesslogik wird über REST-Services in einem in Java (Open Source) geschriebenen Backend bereitgestellt.
  3. Zentrale Drehscheibe bildet eine PostgreSQL-Datenbank (Open Source), in welcher die Ergebnisse persistiert und danach über das Backend auf den öffentlichen Internet-Ergebnisserver ausgeliefert werden.
  4. Autorisierte Personen und Schnittstellen beziehen die öffentlichen Wahl- oder Abstimmungsergebnisse als ZIP-Daten über eine REST-Schnittstelle. Danach werden die Daten extrahiert und sind über einen Browser im Internet verfügbar: https://www.bewas.sites.be.ch/start-de.html.
  5. Die Architektur ist konsequent auf Redundanz, Stabilität und medienbruchfreie Verarbeitung ausgelegt.
BEWAS

Perfekt organisierter Wahlsonntag
Am Wahltag war die Bedag mit einem Vor-Ort-Support in der Staatskanzlei präsent, um bei allfälligen Problemen rasch reagieren zu können. Eingriffe waren jedoch nicht notwendig – die gesamte BEWAS-Systemlandschaft lief stabil, und der Wahlsonntag verlief gemäss definiertem Ablauf:

  • Ab Mittag konnten die Gemeinden ihre in den jeweiligen Fachlösungen erfassten Resultate ins BEWAS importieren. Die automatisch generierten Protokolle wurden unterzeichnet und elektronisch an die Regierungsstatthalterämter sowie die Staatskanzlei übermittelt.
  • Am Nachmittag kontrollierten die Regierungsstatthalterämter die kommunalen Resultate und kumulierten diese automatisiert zu einem Verwaltungskreisresultat auf.
  • Danach erfolgte die Sitzberechnung pro Wahlkreis sowie die Ermittlung der Gewählten.

Um 19 Uhr konnten die Ergebnisse der Regierungsratswahl im Rathaus bekannt gegeben werden und kurz darauf folgten die Resultate der Grossratswahl inklusive statistischer Auswertungen auf den Internetseiten.

Die Wahlsieger stehen nun fest und der erfolgreiche Einsatz von BEWAS an den Grossrats- und Regierungsratswahlen zeigt, dass die Bedag leistungsfähige, hochverfügbare und durchgängig automatisierte Fachlösungen für geschäftskritische Prozesse bereitstellt. Die stabile Systemarchitektur, klar definierte Prozessschritte sowie die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Regierungsstatthalterämtern und Staatskanzlei ermöglichen eine transparente und revisionssichere Ergebnisermittlung – auch unter hoher zeitlicher und öffentlicher Belastung.

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