Datum
08.04.2026

Wir von der Bedag sind grosse Fans der Schweizer Berufsbildung. Rund 10 % unserer Mitarbeitenden sind Lernende. So steht es in unserer Strategie, und so halten wir es.
Bereichstitel
Nicht nur wir sind angetan von der Berufslehre und dem dualen Bildungssystem. Jetzt könnte die Berufslehre gar ein Exportschlager werden. Dank Pionieren wie Bühler oder Stadler Rail wird das Modell sogar als Teil des Zolledeals mit den USA werden.
Was für ein Ritterschlag!
Wir haben das zum Anlass genommen, nach den Trends im Erfolgsmodell Ausschau zu halten.
1. Die Berufslehre ist der Goldstandard
Viele Jahre schien es selbstverständlich: Wer kann, studiert. Heute zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt diese Logik nicht mehr teilt. Studienabgängerinnen und -abgänger haben grosse Probleme, eine passende Stelle zu finden.
Derweil sind qualifizierte Praktikerinnen und Praktiker nach Lehrabschluss und danach gefragt.
Damit bestätigt sich, was die Berufsbildungsforscherin Prof. Dr. Ursula Renold von der ETH Zürich, selbst gelernte Kauffrau, seit Jahren betont: «Das duale Berufsbildungssystem der Schweiz ist kein Auslaufmodell, sondern der Goldstandard. Nichts schützt so gut vor der Arbeitslosigkeit wie die höhere Berufsbildung.»
Wer eine Lehre absolviert, sammelt früh Praxiserfahrung, versteht Abläufe im Betrieb und lernt, Verantwortung zu übernehmen. Kurz gesagt: Während andere noch im Hörsaal sitzen, sind Lernende bereits mitten im Geschehen.
2. Die heimlichen Stars der Ausbildung
Ein zweiter Trend rückt Menschen ins Zentrum, die immer etwas im Hintergrund stehen: die Praxisbildnerinnen und Praxisbildner. Sie sorgen am Arbeitsplatz dafür, dass Lernen im Betrieb auch tatsächlich funktioniert.
Engagierte Fachpersonen wie «Lehrlingsversteher» Charlie Reber sind Vorbild und Impulsgeber für den Berufsnachwuchs. Sie leiten an, geben Wissen weiter, zeigen Zusammenhänge auf und haben ein offenes Ohr für die kleineren und grösseren «Sörgeli». Und das zusätzlich zum anspruchsvollen Tagesgeschäft.
Die Investitionen in Praxisbildnerinnen und Praxisbildner machen zusammen mit einer Kultur, in der Fragen, Fehler und Lernen selbstverständlich sind, den Unterschied.
3. Lernende gehen in Führung
Der dritte Trend zeigt sich quer durch viele Branchen: Lernende übernehmen früh Verantwortung.
Im Detailhandel oder im ÖV führen Lernende zeitweise eigenständig Filialen und Bahnhöfe. In Industriebetrieben werden sie in Projekte eingebunden und bauen wie bei Stadler Rail E-Trams für den Kinderzoo. Und bei den Pilatus Flugzeugwerken sind sie mit ihrer Lernendenkommission in viele Entscheidungsprozesse eingebunden. Es gäbe noch unzählige Beispiele mehr.
Die Idee dahinter: Wer Verantwortung übernimmt, lernt schneller. Statt nur zuzuschauen, werden Lernende zu Mitgestaltenden und entscheiden schon vieles selbst. Das macht sie auf dem Arbeitsmarkt attraktiv.
Viele Unternehmen stellen fest, dass junge Menschen genau das suchen: Vertrauen, Gestaltungsspielraum und echte Aufgaben statt «geschützte Werkstatt». So auch bei der Bedag. Hier übernehmen die Lernenden schon früh verantwortungsvolle Aufgaben im Rechenzentrum und arbeiten in komplexen Projekten in der Softwareentwicklung mit.
Schon bald selber Teil des Erfolgsmodells sein?