Transformation vom Terminalserver auf Virtual Desktop

Datum
26.11.2025

Die Bernische Pensionskasse (BPK) steht seit jeher für Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit im Umgang mit den Vorsorgegeldern ihrer Versicherten. Damit diese Werte auch in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt Bestand haben, hat die BPK in den vergangenen Monaten ein umfassendes IT-Transformationsprojekt gestartet. Ein Teilprojekt befasst sich mit dem Umstieg von der bestehenden Terminalserver-Umgebung (TSE) auf eine moderne Virtual Desktop Infrastructure (VDI).

Enge Zusammenarbeit zwischen BPK und Bedag
Für die Umsetzung dieses anspruchsvollen Projekts setzt die BPK auf ihren langjährigen IT-Partner Bedag. Die Bedag verantwortet den operativen Betrieb sowie wesentliche Teile der Infrastruktur, während die BPK die fachlichen Anforderungen und die internen Prozesse definiert. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg: Nur durch kontinuierliche Abstimmung, transparente Kommunikation und ein gemeinsames Verständnis der Projektziele lässt sich ein solch ambitioniertes Vorhaben innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens umsetzen.

Regelmässige Workshops, Sprint-Reviews und technische Abstimmungen ermöglichen es, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dabei werden sowohl strategische Fragen zur Gesamtarchitektur als auch operative Themen wie Performance, Benutzererlebnis und Sicherheit intensiv diskutiert und abgestimmt.


Fokus auf Security
Ein zentrales Element des Projekts ist die IT-Sicherheit. Der Wechsel von TSE auf VDI bedeutet nicht nur einen technologischen Umbau, sondern auch eine grundlegende Neuausrichtung der Sicherheitsarchitektur. In Zusammenarbeit mit der Datenaufsichtsstelle des Kantons Bern DSA werden sämtliche sicherheitsrelevanten Aspekte überprüft und bei Bedarf optimiert.

Besonderes Augenmerk liegt auf der sicheren Integration externer Partner sowie der Absicherung sensibler Daten innerhalb der neuen virtuellen Arbeitsumgebungen. Dabei gilt konsequent das Prinzip «Security by Design»: Sicherheitsmechanismen werden nicht nachträglich ergänzt, sondern von Beginn an in die Architektur integriert.


Technische Herausforderungen und Architekturumbau
Der Umbau von der bestehenden TSE-Umgebung auf VDI bringt eine Vielzahl technischer Herausforderungen mit sich. Während die TSE-Struktur auf zentralisierten Servern basierte, erfordert die VDI-Architektur eine deutlich flexiblere und modularere Infrastruktur. Themen wie Skalierbarkeit, Lastverteilung, Netzwerk-Performance und Speicherarchitektur mussten neu gedacht und umgesetzt werden. Das Ziel bestand darin, eine skalierbare, sichere und kosteneffiziente VDI-Plattform bereitzustellen, auf der mehrere Kunden isoliert voneinander laufen und flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden kann.

Zudem galt es, diverse kundenspezifische Softwarelösungen in die neue Umgebung zu integrieren. Viele der bei der BPK eingesetzten Applikationen sind individuell angepasst oder historisch gewachsen – eine Migration in eine virtualisierte Umgebung erfordert daher intensive Analysen, Anpassungen und Tests. Insbesondere wurde darauf geachtet, dass die Mitarbeitenden auch in der neuen Umgebung dieselbe Stabilität, Benutzerfreundlichkeit und Performance vorfinden wie bisher – oder diese sogar übertroffen wird.

Arbeitsumgebung

Übersicht über den Aufbau der neuen virtuellen Arbeitsumgebung der BPK: Die virtuellen Desktop-Systeme werden zentral erstellt und betrieben, während Mitarbeitende im Büro oder im Homeoffice sicher über den Citrix-Zugang darauf zugreifen können. Die Bedag stellt dabei die technische Infrastruktur und den Betrieb sicher.


Umfangreiche Testphasen als Erfolgsfaktor
Vor der produktiven Einführung wurde die neue VDI-Umgebung einem umfassenden und mehrstufigen Testing unterzogen. Neben klassischen Funktionstests wurden auch Last- und Performance-Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Umgebung den täglichen Anforderungen standhält. In Pilotphasen testeten ausgewählte Benutzergruppen die neue Infrastruktur im Echtbetrieb, um wertvolles Feedback für die finale Feinabstimmung zu liefern.

Diese Testphasen dienten nicht nur der Qualitätssicherung, sondern auch der Akzeptanzförderung innerhalb der Belegschaft. Durch frühzeitige Einbindung der Nutzer konnten potenzielle Probleme erkannt und behoben werden, bevor sie den produktiven Betrieb beeinträchtigen.

Mit der neuen VDI-Infrastruktur wird nicht nur die IT-Landschaft der BPK modernisiert, sondern auch die Grundlage für künftige Digitalisierungsprojekte geschaffen. Die BPK gewinnt damit an Flexibilität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit – und bleibt so auch technologisch eine verlässliche Partnerin für ihre Versicherten.

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