CO₂-Reduktion auf Netto-Null: Wo steht die Bedag heute?

Datum
30.03.2026

Auch wenn der Klimaschutz bei etlichen Regierungen aktuell leider zum Randthema verkommt, führen wir unsere Massnahmen fort. Wir halten an unserem Ziel fest: Bis spätestens 2030 will die Bedag ihre in der Schweiz erbrachten Dienstleistungen auf Netto-Null bringen. Doch wie gelingt dieser Wandel – und wo stehen wir aktuell?

Nachhaltigkeit als langfristige Verantwortung
Die Bedag bekennt sich seit Jahren zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Dazu gehören ein zertifiziertes Umweltmanagement, die aktive Mitarbeit in Initiativen für eine klimataugliche Wirtschaft sowie kontinuierliche Investitionen in Energieeffizienz. Nachhaltigkeit verstehen wir dabei nicht als einmaliges Projekt, sondern als laufenden Prozess: Wir überprüfen unsere Wirkung regelmässig, setzen konkrete Massnahmen um und passen unsere Strategie laufend an.

Massnahmen zeigen Wirkung: über 10 % weniger CO₂
Im Jahr 2024 hat die Bedag eine erste CO₂-Bilanz anhand der Angaben des Basisjahres 2023 erstellt. Diese bildete den Ausgangspunkt für die beabsichtigte Dekarbonisierung, dank der die Bedag bis 2030 ihre in der Schweiz erbrachten Dienstleistungen durch CO₂-Verhinderung, -Reduktion und -Kompensation auf Netto-Null bringen will. Rund 90 Prozent des CO₂-Fussabdrucks resultiert aus Scope-3-Emissionen, die nicht durch das Unternehmen selbst, sondern vor allem in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entstehen. Der Report 2025 (Basis Daten 2024) bestätigt im Wesentlichen die Zahlen des Vorjahres. Ein kleiner Rückgang konnte aufgrund des geringeren Pendlerverkehrs festgestellt werden.

Weitere Reduktionen auch 2025
Es verbleiben damit knapp 300 Tonnen CO₂, die wir weiter reduzieren resp. kompensieren wollen : Zum Beispiel hat die Bedag Ende 2024 die Lüftungen im Rechenzentrumsbereich modernisiert und mit Synchron-Reluktanzmotoren und Frequenzumformern ausgestattet, die KI-gestützt reguliert werden. Durch diesen Wechsel konnte der Energieaufwand in der Belüftung im Rechenzentrumsbereich reduziert werden. So sparen wir jährlich 380'000 kWh Strom ein, was dem jährlichen Stromverbrauch von ca. 40 Einfamilienhäusern entspricht. Da die Bedag ihr Rechenzentrum in Bern seit 2013 vollständig mit Strom aus nachhaltiger und erneuerbarer Produktion (Naturstrom) betreibt, ist die direkte CO₂-Reduktion dieser Stromeinsparung zwar relativ gering, trägt aber zur Entlastung der gesamten Stromproduktion bei.

Kulturwandel braucht Zeit – wirkt aber nachhaltig
Jeder Beitrag zählt und auch die Sensibilisierung von Kunden und Lieferanten wird mittelfristig Wirkung zeigen. Darum ergreift die Bedag auch hier geeignete Massnahmen:

1. Sensibilisierung von Kunden: Die Bedag weist seit Januar 2026 auf ihren Rechnungen den spezifischen CO₂-Fussabdruck pro Geschäftseinheit aus. Die Softwareentwicklung verursacht dabei wesentlich weniger CO₂ als die Rechenzentrumsdienstleistungen. Bei der Bedag Informatik AG sind das aktuell 42,4 und bei der Bedag Solutions AG 9,8 kg pro 1'000 CHF Rechnungsvolumen.

2. Einbindung der Lieferanten: Künftig berücksichtigen wir die CO₂-Bilanz unserer Lieferanten systematisch im Beschaffungswesen. Ziel ist es, ökologische, soziale und sicherheitsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und Nachhaltigkeit verbindlich in der Lieferkette zu verankern. Dazu gehören unter anderem:

  • ein ESG-Verhaltenskodex für Lieferanten,
  • eine Bewertung von Warengruppen nach CO2-Potenzial (z. B. Hardware, Cloud-Dienste)
  • sowie ein abgestufter Onboarding-Prozess je nach Warengruppe.

So entsteht Schritt für Schritt ein praxisnahes und wirksames Lieferantenmanagement.

Warum Kompensation trotz Reduktion notwendig bleibt
Trotz aller Fortschritte verbleiben aktuell noch rund 300 Tonnen CO₂, die wir nicht mehr reduzieren können. Deshalb prüft die Bedag aktuell geeignete Möglichkeiten, die verbleibenden Emissionen gezielt zu kompensieren. Wichtig dabei: CO₂-Kompensation ersetzt weder Vermeidung noch Reduktion. Sie ist der letzte Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Im Fokus stehen Initiativen mit glaubwürdigem Wirkungsausweis und breiter Risikostreuung. Bei der Auswahl möglicher Projekte berücksichtigen wir unter anderem:

  • den Bezug zum Kunden- und Verursachungsort (z. B. Projekte in der Region, aber auch im globalen Süden wie Asien als Hauptbezugsregion für Hardware),
  • eine lokale Wirkung im Sinne der Eigentümerschaft (z. B. Projekte in der Schweiz),
  • inhaltliche Nähe zu unseren Geschäftsfeldern, also technologisch interessante Kompensationsvorhaben.

Unser Ziel ist es, ab 2028 über ein diversifiziertes Portfolio an Kompensationsprojekten zu verfügen, das ökologisch wirksam ist und strategisch zur Bedag passt.

Der Weg zu Netto-Null ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die Bedag geht ihn Schritt für Schritt – mit messbaren Zielen, transparenter Berichterstattung und dem Anspruch, Verantwortung über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus zu übernehmen. Denn nachhaltige Digitalisierung gelingt nur gemeinsam: mit Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und Lieferanten.


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co2

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