Zum Glück nervös.

Datum
07.08.2026

Zum Glück nervös.

Ein bisschen Bammel vor dem Matching-Day? Kein schlechtes Zeichen, im Gegenteil. Wer nervös ist, dem liegt etwas daran, sagt man. Doch was ist dieses Event und wie läuft dieser Tag ab?

Der Matching-Day der Bedag ist das, was anderswo Vorstellungsgespräch heisst. Einfach abwechslungsreicher, breiter abgestützt und schneller.

Wer eine Einladung zu diesem Tag in den Händen hält, hat die erste Hürde schon genommen. Aus mehreren Dutzend Bewerbungen wählt die Bedag jene Personen aus, die sie gerne näher kennenlernen möchte.

Der Matching-Day

4-6 Schülerinnen und Schüler treffen sich mit Fachpersonen aus HR und Berufsbildung um herauszufinden, ob es passen könnte. Auch zwei Lernende sind mit dabei. Es ist ein Kennenlernen auf Augenhöhe. «Wir suchen nicht die perfekten Jugendlichen. Wir suchen jene, die menschlich zu uns passen, den nötigen Biss mitbringen und Freude an der IT haben. Das Fachliche bringen wir ihnen dann schon bei», sagt Kudret Alagöz, Leiter der Berufsbildung.

Der Tag beginnt entspannt, mit einer Vorstellungsrunde und einem persönlichen Gegenstand, den jede und jeder mitbringt. Kein Test, nur ein Türöffner.

Dann folgt ein besonderer Teil:

Die Escape Box

Das ist eine Art Schnitzeljagd im Kleinformat: ein Rucksack, zwei Boxen, knifflige Rätsel. In kleinen Gruppen zu zweit oder zu dritt tüfteln sich die Jugendlichen gemeinsam zum Schlüssel.

Dabei geht nicht ums Gewinnen. Spannend ist, wie eine Gruppe tickt: wie sie zusammenarbeitet, dranbleibt, wenn’s mal harzt, und wie sie streiten kann, ohne ruppig zu werden. Perfekt sein muss niemand. Sich selbst sein reicht völlig.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Bedag beobachten und machen sich ein Bild, wie die Jugendlichen kommunizieren, nach Lösungswegen suchen und mit Widerständen klarkommen. Das wird dann ausgewertet und fliesst in die Entscheidung mit ein.

Hans Martin Amrhein

Später warten eine kurze Einzelarbeit und ein Gespräch auf die Jugendlichen. Und mittags sitzt man mit den Lernenden am Tisch, die ungeschminkt erzählen, wie die Lehre bei der Bedag wirklich ist.

Und die Vorbereitung? Nicht nötig, mit Ausnahme der Vorstellung. Gut schlafen, ausgeruht kommen und sich zeigen, wie man wirklich ist, reicht völlig. Schliesslich suchen wir die IT-Cracks der Zukunft, keine Schauspielerinnen und Schauspieler.

Nervös sein? «Das dürfen alle», sagt Alagöz. «Für niemanden ist so ein Tag Alltag, auch nicht für uns. Darum freue ich mich riesig darauf.»

P.S. Den Matching-Day gibt es in einer leicht angepassten Version natürlich auch für Way-up Lernende.


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