Bedag mobilisiert Veterinärkontrollen

12. Nov 2018

Die Bedag Informatik AG hat in einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für die Entwicklung einer zukunftsweisenden, mobilen Lösung für den Veterinärdienst des Kantons Bern gewonnen. Die Lösung erlaubt die Datenerhebung im Rahmen von Kontrollen elektronisch, mobil und vor Ort - inklusive mobilem Drucker. Das bisher umständliche, papierbasierte Verfahren mit elektronischer Nacherfassung entfällt zugunsten einer kosteneffizienten Arbeitsweise dank Digitalisierung.

Der Veterinärdienst des Kantons Bern treibt die Digitalisierung voran. Wo heute Mitarbeitende des Veterinärdiensts bei mehr als 1500 „Amtstierärztlichen Kontrollen ATK" im Jahr Checklisten auf Papier ausfüllen und im Büro nachträglich manuell nacherfassen, wird künftig alles vor Ort und elektronisch erfasst. Die Protokolle können anschliessend mit einem mobilen Drucker direkt auf dem Landwirtschaftsbetrieb ausgedruckt werden.

Möglich macht dies die Software „ACmobile" der Bedag Informatik AG, welche die öffentliche Ausschreibung des Veterinärdiensts des Kantons Bern gewonnen hat. Diese mobile Lösung integriert sich nahtlos in den elektronischen Prozess der schweizweiten Planung, Verwaltung und Auswertung der Kontrollen im Landwirtschafts- und Veterinärbereich. Mit der Anbindung an die Bundeslösung Acontrol, welche ebenfalls von der Bedag entwickelt wurde, erfolgt der medienbruchfreie elektronische Datenaustausch. „Mit dem System ACmobile erwarten wir durch die Eliminierung von Schnittstellen und Systembrüchen eine erhebliche Effizienzsteigerung", erläutert Christoph Keller, Projektleiter des Veterinärdiensts des Kantons Bern, und führt weiter aus: „Darüber hinaus sollte sich auch die Verfügbarkeit und Qualität der Kontrolldaten in der zentralen Acontrol-Datenbank deutlich verbessern".

Ein wichtiges Merkmal von ACmobile ist zudem die Offline-Fähigkeit. Oftmals liegen Betriebe an Orten, die eine lückenhafte Netzwerkabdeckung aufweisen. ACmobile funktioniert auch ohne Netz und synchronisiert die Daten, sobald wieder eine Netzwerkverbindung vorliegt. Die Anwendung kann mit allen gängigen Gerätetypen wie Windows, iOS oder Android genutzt werden.

Das Projekt geht im November 2018 in die Realisierung, im 2. Quartal 2019 werden erste Pilotkontrollen stattfinden.

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