Auszeichnungen 2009
Niklaus Bernhard, Peter Jost, Felix Maurhofer, Jon Mettler und Stefan Schnyder (Pressepreis)
Serie „Informatik macht mobil” in der Berner Zeitung
Informatik macht mobil. Wer sich im Alltag bewegt, realisiert oft nicht, welche teils komplexen Abläufe im Hintergrund die Reisen erst möglich oder sicherer machen.” Mit diesen Worten umschreiben die Autoren Niklaus Bernhard, Peter Jost, Felix Maurhofer, Jon Mettler und Stefan Schnyder ihre fünfteilige Serie in der Berner Zeitung.
Die Serie überzeugt die Jury in mehrfacher Hinsicht: Die Autoren zeichnen sich durch gut gemachten Lokaljournalismus aus. Die gezeigten Beispiele sind alle in der Region Bern angesiedelt und alltagsnah: Ob der MP3-Player als Museumsführer oder der Bordcomputer in den Berner Bussen – jeder Leser, jede Leserin erfährt Überraschendes zu vermeintlich Bekanntem.
Diese Arbeit entspricht in bester Weise Artikel 2 unserer Bestimmungen für den Bedag-Medienpreis. Darin heisst es: „Die Arbeiten sollen informativ, kompetent und allgemeinverständlich abgefasst sowie attraktiv gestaltet sein und komplexe Zusammenhänge im Bereich der Informatik durchschaubar machen.” Die Jury gratuliert dem Autorenteam zum Eugen 2009 in der Kategorie Print!
Mirko Bordoli (Radiopreis)
„Social Network”, RSI Rete Tre
Im Radio über das Thema Internet zu sprechen, ist keine einfache Sache. Man mag dabei auf die psychologischen und soziologischen Auswirkungen hinweisen. Oder die Entstehungsgeschichte einer bestimmten Applikation beschreiben – wie die Idee geboren wurde, wer sie entwickelt hat. Nur, man kann sie nicht zeigen. Man kann den Zuhörern nicht einfach die Eigenschaften und Qualitäten einer Website vor Augen führen. Man kann auch kein Telefondisplay oder Diagramm abbilden, um dessen Funktion zu erklären.
Dem Journalisten, dem wir die Reportagen über die „sozialen Netzwerke” im Informationsprogramm Baobab auf Rete Tre verdanken, ist es gelungen, dieses Hindernis zu meistern – indem er sich dem Thema mit weit ausholenden Pinselstrichen nähert, Beispiele von Webseiten des „Social Networking” vorstellt und deren Unterschiede aufzeigt, Spezialisten und Nutzer zu Wort kommen lässt und, indem er all diese Elemente durch eine gekonnte Dramaturgie verknüpft, den Zuhörer 22 Minuten lang in Atem hält.
Dabei hat er nicht vergessen, wichtige Fragen zu stellen und die kritischen Aspekte dieses neuen Kommunikations- und Kontaktmediums zu beleuchten, insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz und die Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen.
Aus diesen Gründen hat die Jury entschieden, den Medienpreis 2009 in der Kategorie „Radiojournalismus” der Reportage von Baobab zu verleihen.
Tobias Bossard (Fernsehpreis)
„Glasfasernetze“, Wirtschaftsmagazin ECO, SF1
Wenn in unseren Strassen neue Kabel verlegt werden, dann interessiert die meisten wohl nur die Frage, wann die Baustelle wieder verschwindet. Welcher Konkurrenzkampf sich da unter der Erde tatsächlich abspielt, nimmt kaum jemand wahr. Genau da setzten Tobias Bossard und sein Team beim Wirtschaftsmagazin ECO des Schweizer Fernsehens ein. Das Thema sind die vielen Glasfasernetze, welche Unternehmen wie die Swisscom, Cablecom und diverse Stadtwerke derzeit mit Hochdruck und Milliardeninvestitionen in mehreren Schweizer Städten bauen.
Für einmal steht allerdings nicht der Nutzen dieser modernen Telekommunikationsinfrastruktur im Vordergrund. Der sei unbestritten, heisst es. Vielmehr erfährt der Zuschauer, was Konkurrenz beim Bau der vielzitierten „letzten Meile” – also dem Netzanschluss der einzelnen Häuser – bedeutet: Etwa, wie die Swisscom primär dort investiert, wo auch schon Stadtwerke ihre Glasfasernetze bauen, um nicht wie bei ihrem bisherigen Netz aus Kupferkabeln in die Monopol-Falle zu geraten. Oder wie die Anbieter trotz gleichem Ausgangsmaterial völlig unterschiedliche technische und geschäftliche Konzepte verfolgen, um die Abnehmer, andere Dienstleister und sogar ihre Konkurrenten für sich zu gewinnen. Und der Zuschauer erfährt, wie bei all diesen Aktivitäten der Staat als Regulierer wenigstens versucht, unnötige Doppelspurigkeiten und andere Auswüchse der Liberalisierung zu verhindern – etwa damit dasselbe Haus nicht gleich mehrfach angeschlossen wird.
Der Beitrag meistert die komplexe und für manche wohl trockene Materie bestens und bietet mit seinem etwas anderen Blickwinkel eine willkommene Abwechslung. Doch nicht nur die Themenwahl, sondern auch die handwerkliche Umsetzung ist gelungen: Der Einstieg – eine Exkursion in den Untergrund – sorgt für die nötige Spannung, die Bildersprache ist eingänglich und auch die Hintergrundmusik passt ausgezeichnet. Besonderes Lob gebührt nach Ansicht der Jury allerdings den animierten Infografiken, mit denen die verschiedenen Anbieterkonzepte trotz ihrer Komplexität treffend einfach dargestellt werden. Dies ergibt eine kurzweilige Mischung aus Technik, Wirtschaft und Politik, die trotzdem verständlich und mit der nötigen Distanz präsentiert wird. Damit hat der Beitrag die Jury überzeugt, die ihn deshalb mit dem Fernsehpreis 2009 auszeichnet.
Gemeinde Geroldswil (Preis Kleine Gemeinden)
Der Webauftritt der so genannt „kleinen Gemeinde” Geroldswil besticht durch einen hohen Informationsgehalt, und dies bedeutet Aktualität und Relevanz.
Es stehen verschiedenste Formulare zur Verfügung, und auf allen Seiten erlaubt ein praktischer Schnelleinstieg ein effizientes Vorgehen bei der Informationssuche. Kontaktdaten sind ebenfalls auf jeder Seite sofort ersichtlich. Das im Webauftritt noch schlummernde Entwicklungspotenzial könnte man anschaulich umschreiben mit „einmal Gas geben” und „einmal Gas wegnehmen”.
„Gas geben”, wenn es darum geht, das Design etwas aufzupeppen, konkret, etwas mehr Farbe anzubringen. „Gas wegnehmen”, wenn es darum geht, das Menü vor allzu üppiger Verschachtelung zu schützen.
Gemeinde Freienbach (Preis Grosse Gemeinden)
Der Webauftritt der grossen Gemeinde Freienbach im Kanton Schwyz besticht durch seine Vielfalt: Bei jedem Aufruf der Startseite erscheint ein neues, malerisches Landschaftsbild. Zur Zürichsee-Gemeinde gehören auch die idyllischen Dörfer Bäch, Hurden, Pfäffikon und Wilen.
Auf der deutsch- und englischsprachigen Webseite finden sowohl Normalbürger als auch Weltbürger wie Martina Hingis oder Peter Sauber alles, was es zur Bewältigung des Alltags braucht. Die Fülle an Informationen und Dokumenten ist beeindruckend. Eine einfache Navigation sowie vergrösserbare Schriften erleichtern dabei immer den Überblick. Der Internet-Auftritt strotzt zudem vor gelungenen Extras wie zum Beispiel digitale Postkarten, eine Online-Fundgrube, Webcams und Panorama-Filme. Diese wecken beim Betrachter Lust auf einen Umzug in die wohlhabende Gemeinde.
Ein kleines Manko soll übrigens 2010 behoben werden: Ab dann werden alle Web- und E-Mail-Daten der Webseite verschlüsselt übertragen. Dank dem Plus an Diskretion und tiefen Steuern kann Freienbach wohl bald noch mehr neue Bürgerinnen und Bürger willkommen heissen.
Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Webauftritt.
Kanton Luzern (Preis Kantone)
Um im sportlichen Jargon zu bleiben: Bei den Webauftritten der Kantone war schon wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu beobachten. Aus diesem Grund hat sich die Preisstifterin entschlossen, auch in diesem Jahr den Stichentscheid einer ganz speziellen Dienstleistung zuzuweisen. Im letzten Jahr war es der Prozess Steuererklärung. In diesem Jahr wurde nach der Möglichkeit gefragt, ob Baugesuche ausgefüllt und effizient abgewickelt werden können.
Alle Top-Five-Kantone bieten diese Möglichkeit an, allerdings mit unterschiedlicher Ausführlichkeit. Im Minimum ist es ein Word-Dokument, welches man herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und zurückschicken kann. Eine Stufe besser ist ein PDF, mit welchem man gleichermassen verfahren kann.
Entscheidend für die Auszeichnung des Kantons Luzern ist der Umstand, dass dieser Kanton die elektronische Prüfung von Baugesuchen am weitesten entwickelt hat. Seit dem 1. Januar 2009 werden alle baurechtlichen Gesuche (inklusive Formulare und Pläne) digitalisiert und betroffenen kantonalen und externen Fachstellen auf einer Plattform zur Vernehmlassung zugestellt.
Die Stellungnahmen werden direkt auf der Plattform abgelegt und sind für alle am Verfahren Beteiligten – Gemeinden inklusive – einsehbar.
Eingabe, Prüfung, Entscheid, Ausführung und Archivierung durchlaufen einen dynamischen Prozess. Es sind also nicht nur die Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller, die von der Digitalisierung profitieren. Es gehören auch die verschiedenen Amtsstellen als Folge einer Effizienzsteigerung zu den Gewinnern. Der Ablauf einer Prüfung von Baugesuchen wird transparent und interaktiv.
- Die Eugens im 2011
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- Medienpreis
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- Kontakt
2009
- Seminar „Maîtriser sa virtualisation”, 07.05.10
- Seminar zu rechtlichen Aspekten der elektronischen Archivierung, 25.02. und 04.03.10
- Réussir son projet ITIL, 14.05.09
- Séminaire „Solutions Mobiles”, 25.03.09
- Konferenz „e-participation et citoyenneté”, 20.11.08
- Réussir son projet ITIL, 09.09.08
- Conférence administration en ligne et citoyens, 04.09.07
- Business Software & Services 2007
- Conférence logiciels libres, 29.09.06






